2115-Futurity
Eine ZeitReisePerformance
Wir können nicht in die Zukunft sehen. Wir haben nur unsere Vergangenheit. Haben wir sie? Und wenn ja, hilft sie uns?
Warum läuft so viel schief, obwohl doch alle immer nur Gutes wollen? Und warum ist es so viel schwerer, sich eine positive Zukunft vorzustellen als eine Katastrophe?
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Das Theater RAM hat mit Leuten jeden Alters über diese Fragen diskutiert. Und die Ergebnisse als performative Recherche veröffentlicht. Man kann eben doch in der Zeit reisen...
| Seb: | Darum geht’s nicht, ich find die Art, wie man da miteinander umgeht, also wie die mit mir umgegangen sind, das ist das Problem |
| Manu: | Es geht hier nicht um Einzelschicksale, wir wollen doch was rausfinden über das große Ganze, also, über die Zukunft |
| Seb: | Aber das genau ist der Punkt, wenn uns nicht so oft egal wäre, was andere denken oder fühlen, dann bräuchte man diese ganze Diskussion nicht |
| Mark: | Ist doch jetzt egal |
| Manu: | Kann man jetzt eh nichts mehr dran ändern |
| Elisa: | Das ist doch normal |
| Zazie: | Das machen doch eh alle |
- Stück: Ensemble
- Regie: Chris Weinheimer
- Regieassistenz: Ines Glawe
- Schauspiel: Sebastian Deufel, Manuela Hörr, Mark Roberts, Eylem Çetik, Zazie Duval, Koko Lana Hörr, Elisa Kopte
- Musik: Sebastian Deufel, Manuela Hörr, Mark Roberts, Chris Weinheimer
- Bühne: Benjamin Petersen, Ines Glawe
- Kostüm: Constanze Böhm
Dieses Stück wird nicht mehr gespielt.
- Premiere: 30. September 2015
- Publikum: 14+
- MWK Niedersachsen
- Stiftung Niedersachsen
- Friedrich Weinhagen Stiftung Hildesheim
- Stadt Hildesheim
»Manuela Hörr knurrt als Stoffgerippe, dass irgendwann mal Schluss
sein müsse. Der Tod sehnt sich zur Rente hin, aber das Leben seufzt: „Irgendeiner muss den Job doch machen.“ (…) Was überzeugt: Die Inszenierung macht die Irrungen und Wirrungen im Probenprozess transparent. Auch das Verstreichen der Frist zur Premiere hin wird auf der Bühne besprochen. In diesen Augenblicken wird spürbar, was Zukunft ausmachen könnte. Ein leiser Schmerz: Man weiß nicht, wie’s weitergehen soll, nur dass es weitergehen wird. Da gibt’s kein Pardon.«
Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 2015